Januar, ich und mein Kühlschrank - eine Liebesgeschichte in drei Kapiteln
Es ist jedes Jahr das gleiche Schauspiel. Der Dezember schiebt sich träge aus der Tür, überfüttert, glitzrig und völlig überladen. Und ich sitze am 2. Januar im Wohnzimmer, eingerollt in eine Decke, in der einen Hand einen Kräutertee, in der anderen Hand meine Liste fürs neue Jahr. Und da steht sie wieder:
„Gesünder essen. Einfacher kochen. Mehr planen. Weniger Stress.“
Und jedes einzelne Jahr passiert dann Folgendes:
Ich öffne den Kühlschrank. Er ist überschaubar. Ich öffne die Vorratsschublade.
Sie sieht um vieles besser aus … Ich öffne meine Motivation.
Sie ist… sagen wir mal… saisonal schwankend, aber irgendwie schon da und ready to roll.
In einem dieser magischen Januar-Momente, und das kannst du bestimmt fühlen, entdecke ich hinten links im Schrank die kleine orangefarbene Rettung des Alltags: Rote Linsen.
Im Kühlschrank sitzt ein mittelgroßer Wirsing, der mich so ansieht, als würde er sagen: „Benutz mich und zwar bald, und hör auf, mich jeden Tag beim Milchholen mitzubewegen.“
Und genau da denke ich jedes Mal: So, jetzt machen wir ein einfaches Gericht, gesund, warm und völlig stressfrei. Etwas, das mich satt macht, stärkt, mir das Gefühl von „Ich hab mein Leben im Griff“ gibt und gleichzeitig so schnell geht, dass ich dabei noch eine Sprachnachricht beantworten kann.
Der Januar ist für mich kein Monat der harten Vorsätze.
Der Januar ist der Monat der sanften Übergänge.
Der Monat der warmen, unkomplizierten Gerichte.
Der Monat, in dem ich meine gesunde Routine nicht mit kaltem Salat beginne, sondern mit etwas, das mein Nervensystem beruhigt: Ein Topf Linsen, Wintergreens und ganz viel Liebe.
Wintergreens & Linsen Eintopf - das Rezept
Zutaten für 3 bis 4 Portionen
- 1 große Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 2 mittelgroße Karotten
- 1 kleiner Wirsing oder 200 g Grünkohl
- 1 kleine Stange Lauch
- 150 g rote Linsen
- 1 EL Tomatenmark
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- 1 TL Kurkuma
- 1 Liter Gemüsebrühe
- 1 Schuss Zitronensaft
- Salz, Pfeffer
- 1 TL Ahornsirup (optional, aber sooo gut)
- Olivenöl zum Anbraten
Optional
- 2-3 EL Kokosmilch oder Frischkäse für Cremigkeit
- Kürbis- oder Pinienkerne zum Toppen
- Chiliflocken oder Harissa für Scjhärfe
und so geht's - Zubereitung, Schritt für Schritt
1. Schneiden, aber nicht perfektionistisch
Karotten in Scheiben, Zwiebeln würfeln, Knoblauch hacken, Wirsing in Streifen schneiden, Lauch in Ringe.
Hier gibt es genau null Punkte für Schönheit. Ich habe schon so krumme Karottenscheiben geschnitten, die hätten als Kunstobjekt durchgehen können.
2. Aromabasis – der Geschmack entsteht jetzt
In einem großen Topf Olivenöl erhitzen. Bei mittlerer Hitze, die Zwiebeln glasig braten (etwa 4-5 Minuten), Knoblauch dazu, Karotten hinterher. Wenn es duftet wie „Oh wow, das wird was“:
Tomatenmark rein, 1 Minute anrösten. Gewürze dazu: Paprika & Kurkuma. Kurz durchrühren.
Jetzt riecht’s wie ein kleiner Wellnessurlaub.
3. Brühe drauf
Mit Gemüsebrühe aufgießen
4. Wintergreens & Linsen rein, Deckel drauf, durchatmen
Linsen dazu, Wirsing/Grünkohl, Lauch. Alles einmal gut mischen, damit sich die Gewürze verteilen.und 15 Minuten sanft köcheln lassen.
Du musst eigentlich nichts tun – außer ab und zu rühren (nur fürs Gewissen) und dich freuen.
5. Abschmecken wie ein Profi
Salz, Pfeffer, Zitronensaft.
Optional: Ahornsirup für die Balance. Wenn du Cremigkeit willst: Kokosmilch rein, umrühren, glücklich lächeln.
Warum dieses Gericht ein echter Life-Saver ist
1. Gesund, aber nicht langweilig
Wintergreens wie Grünkohl und Wirsing sind randvoll mit Vitamin C, Eisen, Ballaststoffen und Antioxidantien. Wenn dich im Büro alle angrunzen, weil sie wieder krank sind: einfach öfter Wintergreens essen.
2. Linsen: Kleine Protein-Wunder
Sie machen satt, ohne schwer zu machen. Perfekt für lange Arbeitstage.
3. Preiswert und Meal-Prep-tauglich
Dieser Eintopf wird am nächsten Tag sogar noch besser. Mach direkt die doppelte Menge.
Dein zukünftiges Ich wird dich umarmen.
Fun - Facts
Fun Fact 1:
Linsen wurden schon in den Pyramiden gefunden. Also wenn du denkst, du bist spät dran: Die Dinger halten locker tausende Jahre aus.
Fun Fact 2:
Wirsing galt früher als Heilpflanze. Er wurde auf Wunden gelegt, gegen Schmerzen eingesetzt – und jetzt kochen wir ihn einfach weg wie nichts.
Fun Fact 3:
Rote Linsen sind geschälte Linsen. Deswegen sind sie so schnell fertig. Kleine Formel: Je nackter die Linse, desto kürzer die Kochzeit.
Varianten für Busy Bees
🔥 1. Mediterrane Harmonie
Rosmarin
Thymian
Getrocknete Tomaten
Ein bisschen Weißwein zum Ablöschen
Schmeckt wie Sommerurlaub in warm.
🌿 2. Orientalisch, warm & duftend
Kreuzkümmel
Zimt
Ras el Hanout
Etwas Rosine
Ein Klecks Joghurt oben drauf
Perfekt für dunkle Abende.
🥥 3. Cremige Kokoskomfort-Version
Extra Kokosmilch
Etwas Muskat
Eine Prise Knoblauchpulver für Tiefe
Schmeckt wie „Ich bleib heute einfach drinnen und finde das völlig okay“.
🌶 4. Scharf & Munter
Harissa
Chili
Geräuchertes Paprikapulver
Weckt Tote auf. Oder zumindest deinen Kreislauf.
Tipps & Tricks für deinen entspannten, gesunden Januar
1. Mach dir eine Wintergreens-Kiste
Einmal im Januar alles kaufen:
Wirsing
Grünkohl
Karotten
Lauch
Zwiebeln
Das meiste davon hält im dunklen Keller mindestens eine Woche.
2. Linsen immer auf Vorrat
Ich sag’s dir: Ein Glas Linsen ist das neue „Ich hab mein Leben im Griff“.
3. Gewürzmischung vorbereiten
Ein Glas mit Paprika, Kurkuma, Salz, Knoblauchpulver. Jedes Mal griffbereit.
Spart Zeit und Nerven.
4. Große Töpfe sind deine Freunde
Große Mengen kochen = weniger Stress. Schau dir den mal an, (nicht billig, aber hab ich seit über 15 Jahren und ich liebe ihn – das Beste, funktioniert problemlos auf nem Induktionsherd … )
5. Eintopf bleibt frisch
Im Kühlschrank 3-4 Tage. Im Tiefkühler 3 Monate. Das ist die Art von Beziehung, die bleibt.
Als Affiliate Partner verdiene ich bei qualifizierten Käufen.
Q&A: deine häufigsten Fragen
1. Kann ich braune oder grüne Linsen benutzen?
Ja, aber sie brauchen länger – ca. 25-30 Minuten. Rote Linsen bleiben die schnellste Wahl.
2. Was, wenn ich keinen Wirsing bekomme?
Grünkohl, Spitzkohl, Weißkraut, Mangold – alles super Alternativen.
3. Kann ich den Eintopf einfrieren?
Ja, wunderbar sogar. Beim Auftauen evtl. etwas Brühe ergänzen.
4. Ist der Eintopf glutenfrei?
Ja. Linsen + Gemüse = safe.
5. Wie mache ich ihn noch satter?
Kartoffelwürfel, Kichererbsen oder ein Stück Vollkornbrot dazu.
6. Kann ich ihn im Slow Cooker machen?
Absolut. 3-4 Stunden auf High. Perfekt für Büro- oder Work-from-Home-Tage.
7. Kann ich Hähnchen oder Hack integrieren?
Klar! Erst anbraten, dann wie gewohnt weitermachen.
8. Kann ich die Kokosmilch weglassen?
Ja. Der Eintopf schmeckt auch ohne cremig und rund.
Fazit: Wenn gesunde Küche sich wie ein warmes Zuhause anfühlen soll
Dieser Wintergreens & Linsen Eintopf ist mehr als ein Rezept. Er ist eine kleine Alltagsrettung.
Ein einfaches Gericht, gesund, sättigend, warm und absolut alltagstauglich. Er zeigt dir, dass Planung nicht kompliziert sein muss, dass gesunde Ernährung nicht nach Verzicht schmecken muss, und dass ein Topf und 20 Minuten wirklich genug sein können.
Probier es aus, experimentiere mit Varianten und mach den Januar zu deinem entspannten Neustart.
Und glaub mir: Dieser Eintopf begleitet dich weiter, lange über den Januar hinaus – das glaubt mir keiner.
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