Mamas Butterplätzchen – das Familienrezept, das nach Kindheit duftet

Es gibt einige Rezepte, die viel mehr sind als Zutaten und Grammangaben. Die sind kleine Zeitkapseln. Und dieses hier, meine Liebe, kommt direkt aus dem zerknitterten, mehlig gewordenen Notizbuch meiner Mama. Du kennst das sicher: Seite 38 halb rausgerissen, kleine Fettflecken, die niemand mehr zuordnen kann, und die Schrift so vertraut, dass man beim Anblick schon Vanille riecht.

Und genau dieses Rezept ist jedes Jahr unser Startsignal für: Weihnachten beginnt JETZT.

Ich sehe noch die Szene vor mir: Ich war 5, stand auf einem Stuhl, beide Hände voller Mehl (und ein bisschen auch im Gesicht), Mama hatte die Schürze um, die sie auch 20 Jahre noch trug, und draußen lag dieser matschige Vorweihnachtsschnee, den nur Kinder romantisch finden. Und dann: „So, jetzt darfst du ausstechen.“
Ich hab damals Sterne und Jahresendfiguren mit Flügeln gemacht, von denen manche auch nur einen Flügel hatten…. Aber hey, Liebe geht durch die Plätzchen, nicht durch die Formen.

Fast 50 Jahre später:
Ich, voll berufstätig, meistens gestresst, ständig auf der Suche nach einfachen Gerichten, die gesund sind… hole diesen Zettel wieder raus. Und diesmal backe ich die Butterplätzchen mit Dattelsüße, weniger Zuckerschock, mehr Wohlfühlfaktor.
Und weißt du was? Sie schmecken immer noch nach Kindheit.

Weihnachtsbäckerei

Warum Butterplätzchen eigentlich ein „Einfaches Gericht gesund“ sind (Echt jetzt?!)

Okay, klingt erstmal verrückt. Plätzchen? Gesund? Ähm… Hallo? Butter?
Ja, ja, ich hör dich schon.

Aber hier kommt der kleine „Ina-Magic-Twist“:

  • Du weißt, dass das Leben besser funktioniert, wenn Essen nicht stresst.
  • Du weißt auch, dass Genuss kein Cheat Day ist, sondern ein Grundbedürfnis.
  • Und: Du kannst Klassiker gesünder machen, ohne dass sie nach Hamsterfutter schmecken.

Fun-Fakt des Tages:
👉 Dattelsüße enthält Mineralstoffe, Ballaststoffe und natürliche Antioxidantien. Haushaltszucker enthält… ja… süß.

Und weil Butterplätzchen zu den einfachen, ehrlichen Rezepten gehören – ohne Chichi, ohne Küchen-MBA – kannst du sie wunderbar anpassen.

Das Originalrezept auf Mas Zettel

Für alle Nostalgiker, Puristen und Weihnachtsromantiker:

Butterplätzchen (klassisch, herzhaft, süß und absolut “un-gourmetisiert”):

  • 600 g Mehl
  • 400 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 EL Apfelsinensaft oder -abrieb

Alles verkneten, ausrollen, ausstechen, 10–12 Minuten bei 180°C backen. Fertig.

Es ist einfach. Es ist pur. Es funktioniert immer.

Aber jetzt kommt deine gesündere, moderne „Ina-Variante“ … und die ist ein kleines Meisterwerk.

Die gesündere Variante: Butterplätzchen mit Dattelsüße

Natürlich bleibt das Grundrezept meiner Mama bestehen. Aber wir bringen ein bisschen Leichtigkeit rein, ohne den Weihnachtszauber zu verlieren.

Zutaten für die gesündere Version:

  • 600 g Dinkelmehl (Alternative: halb Dinkel, halb Weizen)
  • 400 g Butter (oder die Hälfte Butter / Hälfte Skyr für Leichter-Variante – funktioniert echt)
  • 150–180 g Dattelsüße (je nach gewünschter Süße)
  • 2 Eier
  • 1 EL Orangenabrieb
  • 1 TL echte Vanille (Vanillepaste 😉)
  • Optional: Ein Schuss Pflanzenmilch, falls der Teig etwas fester ist

Was du bekommst:
👉 Plätzchen, die nicht so süß sind, aber viel aromatischer
👉 weniger Industriezucker, mehr Nährstoffe
👉 ein Teig, der nicht zwanghaft an den Händen pappt (also… weniger. Ein bisschen Chaos bleibt – besonders mit Kindern)

Schritt-für-Schritt-Anleitung (mit Kids-tauglichen Chaos-Stufen)

1. Teig machen (Chaos-Level 2 von 10 — später wird’s schlimmer)

Butter, Dattelsüße und Vanille mischen. Orangenabrieb rein (der macht sooo viel aus!) Eier dazu, dann das Mehl.

Küchenmaschine an. Kind staunt. Du hoffst, niemand steckt den Finger rein.

2. Kühlschrank-Time (und ein kleiner Pausen-Moment für dich)

Teig 30–60 Minuten ruhen lassen, am besten im Kühlschrank. Die Kinder holen in der Zeit schon mal alle Ausstechformen raus, natürlich inklusive der, die niemand benutzen will (Hallo, Ein-Ohr-Rentier).

3. Ausrollen (Chaos-Level 6 von 10)

Der Moment, in dem jede Mutter kurz innerlich das Mantra „Es ist die Erinnerung, die zählt… es ist die Erinnerung, die zählt…“ spricht.

Pro Tipp:
Eine Ausrollmatte erspart dir später die Ehekrise.
Eine kleine Teigrolle für Kinder  macht sie happy.
Und Silikon-Ausstechformen .

4. Ausstechen (Chaos-Level 8 von 10)

Jetzt geht’s los.
Kinder suchen die schönsten Formen. Der Teig wird plötzlich an Orten gefunden, an denen du gar nicht wusstest, dass die Küche Flächen hat. Aber: Genau hier entsteht Kindheit. Das ist der Moment, an den sie sich erinnern.

5. Backen (Chaos-Level 2 von 10)

Plätzchen aufs Blech (oder geschätzt 60% davon; der Rest ist „Unfall“). Bei 180°C 10–12 Minuten backen.

Du atmest kurz. Die Küche riecht nach Vanille. Weihnachten ist offiziell eingezogen.

6. Verzieren (Chaos-Level 12 von 10)

Farben. Schokolade. Streusel. Alles überall. Und ganz ehrlich? Genau so muss es sein.

Warum diese Butterplätzchen perfekt in ein stressiges Berufsleben passen

Ich sag’s wie es ist: Du musst kein 24/7-Backtalent sein, um dieses Rezept entspannt durchzuziehen.

Warum?

  • Der Teig ist easy.
  • Die Zutaten hast du fast immer da.
  • Du kannst ihn vorbereiten (Meal Prep… aber in süß).
  • Du kannst ihn einfrieren.
  • Und: Backen entschleunigt. Selbst wenn die Küche danach aussieht, als wäre ein Streuselkeks explodiert.

Und mal ehrlich: Wir suchen doch alle Wege, wie wir im Alltag gesund UND genussvoll UND ohne Stress leben können.  Diese Plätzchen liefern genau das – kleine, süße Pausen für die Seele.

Mini-Fun-Fakt

👉 Wusstest du, dass der Duft von Vanille nachweislich Stress senkt?
Also eigentlich backst du gerade für deine mentale Gesundheit. Sag das ruhig laut.

Q&A – Die 5 Fragen, die mir jeder stellt

1. Funktioniert das Rezept auch glutenfrei?

Ja! Nimm einen glutenfreien Mehlmix mit Bindemittel.
Teig wird etwas bröseliger, immer wieder kühlen, aber er schmeckt top.

2. Kann ich den Teig einfrieren?

Absolut. Einfach zu einer dicken Scheibe drücken, einwickeln, einfrieren. Auftauen – ausrollen – backen – Weihnachten anfangen.

3. Wie mache ich die Plätzchen veggi?

Butter durch vegane Butter ersetzen, einen Schuss Pflanzenmilch rein.
Fertig.

4. Kann ich weniger Butter nehmen?

Ja, 20% durch Skyr ersetzen, funktioniert überraschend gut. Wird etwas weicher, aber lecker.

5. Meine Kinder essen den Teig roh. Ist das schlimm?

Mhm… sagen wir so: Es gehört zur Weihnachtskultur. Aber ich sag’s nicht offiziell laut 😄

Fazit: Kleine Plätzchen, große Gefühle

Wenn du dieses Rezept backst – egal ob in der Original-Version meiner Mama oder in deiner gesünderen, modernen Variante – dann backst du nicht einfach Plätzchen.
Du backst Erinnerungen.
Du backst Zeit füreinander.
Du backst ein kleines Stück Kindheit zurück in dein oft hektisches Berufsleben.

Und weißt du was?
Das ist doch eigentlich gesunder Genuss in seiner schönsten Form.

Wenn du magst, schreib mir in die Kommentare, welches Familienrezept du jedes Jahr wieder auspackst – und warum. Ich freu mich immer über Küchenchaos-Geschichten.
(Und ja, ich lache jedes Mal laut, lol.)

Bis dahin: Frohes Ausstechen, viel Butterliebe und verteilt die Streusel weise.
Oder halt gar nicht wenn ihr das schafft.

P.S. Wenn du Lust auf mehr gesunden Genuss in der Weihnachtszeit hast: Schokolis, Lebkuchen und Nougatstangen warten schon auf dich.

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