Es gibt ja so Rezepte, die einfach aus Versehen Tradition werden. Du machst sie einmal, denkst dir „joa, süß“, machst sie ein zweites Mal und plötzlich bist du die Person, die jedes Jahr zum 1. Advent eine Keksdose hinstellt, aus der mysteriöserweise immer jemand etwas rausfischt. Und während du dich noch wunderst, wohin diese Plätzchen eigentlich verschwinden, wirst du zur offiziellen Weihnachtsbäckerei-Beauftragten deines Hauses.
Bei mir hat das alles in Finnland angefangen. Natürlich. Wo sonst?
Ich habe damals in Helsinki gearbeitet und nach Feierabend gab es zwei Möglichkeiten:
- In die Sauna.
- In die nächste Bäckerei.
Beides gleich gefährlich, beides gleich heiß. Aber die Zimtkekse… ohhh die Zimtkekse waren die eigentliche Verführung. Knusprig, zimtig, ein Hauch Zitrone, dazu dieser typisch nordische Geschmack nach „Ich weiß nicht genau, was es ist, aber es ist verdammt gut“.
Und das Beste?
Die salzige Butter. Ich dachte früher immer, Butter ist Butter, aber bereits in England habe ich gelernt, dass ein bisschen Salz in der Butter der Raketentreibstoff für Kekse ist, und die Scandinavier wissen das natürlich auch. Glaub mir: Das ist der Mic Drop unter den Zutaten.
Warum dieses Rezept perfekt in die Kategorie „Einfache Gerichte gesund“ passt
Ich weiß, ich weiß: Plätzchen und gesund… wirkt erst mal wie ein mittelguter Versuch, sich selbst zu veräppeln.
Aber hey, gesund bedeutet nicht langweilig. Gesund bedeutet für mich:
- natürliche Zutaten
- weniger Industriezucker – du kannst ihn auch komplett weglassen und die Plätzchen mit Zimt-Dattelsüße-Mischung bestreuen, versuch’s ich finde, sie werden nicht schlechter
- ein Teig, der keine Promotion in Chemie braucht
- Stressfreiheit (ja, das zählt auch)
Und genau deshalb liebe ich diese Kekse:
- Die Süße kommt von Dattelsüße statt Zucker.
- Der Zimt wirkt wie das Weihnachtsgewürz der Götter (und ist mega antioxidant).
- Der Teig ist easy und besteht aus Sachen, die du wahrscheinlich eh da hast.
- Kein Schnickschnack. Kein Drama. Einfach machen.
Und weil meine Leser immer nach „Einfache Gerichte gesund“ suchen, aber gleichzeitig nicht auf Weihnachtszauber verzichten wollen:
Bitte sehr. Eure Zimtkrönchen der Effizienz.
Ein kleiner FUN-Fakt zwischendurch
Wusstest du, dass die Finnen pro Kopf fast doppelt so viel Zimtgebäck essen wie wir?
Was natürlich wissenschaftlich erklärt, warum man dort so glücklich wirkt. Ich meine, Zimt macht einfach bessere Laune. Punkt. Ende der Studie.
Knusprige Finnische Zimtkekse - Das Rezept
Zutaten (für ca. 60-65 Kekse)
Für den Teig:
- 250 g Mehl (Weizen oder Dinkel, beide top)
- 1 TL Backpulver
- 1 TL Zimt
- 125 g kalte gesalzene Butter in Würfeln
- 80 g fein gemahlene Dattelsüße
- 1 Ei
- Abrieb von 1 Bio Zitrone
Für den Belag:
- 1 Ei (zum Bestreichen)
- 3 EL Dattelsüße
- 2 TL Zimt
Zubereitung
1. Der weihnachtliche Startschuss
Mehl, Backpulver und Zimt in die Schüssel werfen. Kurz mischen. Ich finde ja, Zimtgeruch ist wie ein Adventskalender für die Seele.
2. Gesalzene Butter macht ernst
Die kalte Butter einarbeiten. Das darf ruhig bröselig sein. Stell dir vor, du reibst Schneeflocken zwischen den Fingern. Nur eben warm. Und essbar.
3. Der süße Twist
Dattelsüße, Ei und Zitronenabrieb dazugeben. Kurz kneten, bis alles zusammenkommt. Nicht übertreiben, wir wollen Kekse und keinen Bodybuilder-Teig.
4. Der Kühlschrank übernimmt
Teig zu einer Scheibe formen, einwickeln und 1 Stunde kalt stellen. Ideal, um schon mal Tee zu kochen oder die Lichterkette zu entwirren.
5. Ausrollen, ausstechen, lächeln
Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Teig dünn ausrollen (3 bis 4 mm).
Sterne, Herzen, Rentiere… was du willst, ausstechen und auf Backbleche legen.
6. Die berühmte Zimtkruste
Kekse mit verquirltem Ei bestreichen. Zimt und Dattelsüße mischen und draufstreuen.
7. Ab in den Ofen
10 bis 12 Minuten. Sie sollen goldig werden, nicht braun wie der Skilehrer nach der Saison.
8. Abkühlen lassen – oder sofort essen
Ich halte nie durch. Du vielleicht auch nicht. Aber offiziell sollen sie erst abkühlen.
9. Haltbarkeit
In einer luftdichten Dose bis zu vier Wochen.
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Wie du die Kekse gesünder machst, ohne dass sie nach „gesund“ schmecken
- Dattelsüße statt Zucker
Weniger Blutzucker-Achterbahn, mehr Genuss. - Dinkelmehl statt Weizen
Mehr Geschmack, bessere Verträglichkeit. - Extra Zimt
Antioxidantien und Glücksgefühl inklusive (aber nicht übertreiben). - Zitrone
Frische, die das Süße ausbalanciert.
Das Spannende an „Einfache Gerichte gesund“ ist ja, dass es oft genau solche Kleinigkeiten sind, die das Ergebnis verändern und nicht unbedingt komplizierte Zutaten, die man erstmal googeln muss.
Q&A - deine liebsten Fragen
1. Kann ich die Kekse glutenfrei backen?
Yes! Nimm eine helle glutenfreie Mehlmischung. Teig wird ein bisschen empfindlicher, aber klappt.
2. Schmeckt man die Dattelsüße raus?
Nein, nur wenn du sagst „probier mal, ich hab’s mit Datteln gemacht“. Sonst denkt jeder, du bist ein Genie.
3. Kann ich die Butter ungesalzen nehmen?
Kannst du, aber…
Warum solltest du? Die gesalzene ist ein Geschenk, und ich hab’s mit ungesalzener probiert, ist nicht dasselbe …
4. Kann ich den Teig vorbereiten?
Unbedingt! Den Teig am besten über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen! Bis zu 2 Tage vorher. Du bist dann quasi die Weihnachtsversion von „meal prep“.
5. Werden die Kekse weich oder knusprig?
Knusprig. Richtig knusprig. Finnland approved.
Fazit: und jetzt los mit dir, ab in die Küche!
Wenn es ein Rezept gibt, das sofort Weihnachtsstimmung macht, dann dieses.
Einfache Zutaten, gesundere Süße, null Stress und trotzdem so viel Genuss, dass man fast vergisst, dass man keine Profibäckerin ist.
Probier die knusprigen finnischen Zimtkekse unbedingt aus. Und wenn du magst, schick mir ein Bild oder schreib in die Kommentare, wie schnell deine Dose leer war. Bei mir glaubt mir ja keiner, wie fix das geht.
Frohe Vorweihnachtszeit – und viel Spaß beim Köstlichsein!
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