Glutenfreie Lebkuchen – gesunder Genuss mit Zimtduft und ohne Stress
Kennst du das? Draußen nieselt’s, du kommst abgehetzt vom Büro nach Hause, Mantel noch halb offen, Laptop im Rucksack, und dein Körper schreit nach irgendwas Warmem, Süßem, Seelentröstendem. Früher hätt’s wahrscheinlich eine Tüte Spekulatius vom Supermarkt getan. Heute? Nope. Wir sind schlauer. Wir backen selbst – aber bitte einfach, gesund und glutenfrei, ohne gleich das halbe Wochenende in der Küche zu verbringen.
Ich sag’s gleich: Diese Lebkuchen sind mein kleines Weihnachtswunder. Kein Mehl, kein raffinierten Zucker, kein Stress. Nur gute Laune, Zimtduft und das wohlig warme Gefühl, dass man gerade etwas wirklich Gutes tut – für sich und für alle, die zufällig zur Kaffeezeit vorbeischneien. 😄
Mein erstes Mal Lebkuchen (glutenfrei, versteht sich)
Es war ein Sonntag im Advent. Spotify spielte „Driving Home for Christmas“, meine Küche sah nach Bastelstunde im Kindergarten aus – und ich hatte plötzlich das Bedürfnis, Lebkuchen zu backen.
Nur eins war klar: Ich wollte keine Industrieware, kein klebriges Zuckerzeugs mit E-Nummern, sondern etwas, das schmeckt, gut tut und auch meinem empfindlichen Bauch gefällt.
Und siehe da: Drei Eier, ein Berg Mandeln, ein bisschen Dattelsüße – und fertig war der Zauberteig.
Glutenfrei, ohne raffinierten Zucker, saftig, duftend – und ehrlich gesagt: viel besser als das Original.
Die Zutaten (für ca. 20 Stück – je nach Größe deiner Kugeln 😜)
- 3 Eier
- 250 g gemahlene Mandeln
- 250 g Dattelsüße – ich mag echt die vom Dattelmann
- 1 TL Vanillezucker oder 1 Päckchen Bourbon-Vanille
- 70 g gemahlene Haselnüsse
- 1 Prise gemahlene Nelken
- 2 TL gemahlener Zimt – hier bin ich ganz und gar Bio unterwegs vom Pfefferdieb
- 50 g Zitronat
- 50 g Orangeat
- ca. 50 mm glutenfreie Oblaten – zum Bespiel von der Hammermühle
Optional für die Deko: Schokoguss oder Zuckerglasur (mit Dattelsüße statt Puderzucker)
Zubereitung: So einfach, dass es fast schon unverschämt ist
- Orangeat und Zitronat fein hacken.
Wenn du keine Lust auf dieses klebrige Gefühl hast – kleiner Tipp: ein Teelöffel Öl an den Fingern wirkt Wunder. - Alle Zutaten außer den Oblaten mischen.
Keine Küchenmaschine nötig, aber falls du deine Hände schonen willst – ein Holzlöffel tut’s auch. Der Teig wird klebrig, und das ist gut so! - Kugeln formen.
Ich sag’s gleich: Versuch’s gar nicht mit Perfektion. Der Teig klebt wie Karamell an einem heißen Sommertag. Einfach mit zwei Löffeln kleine Portionen abnehmen, auf die Oblaten setzen und leicht flachdrücken. - Ab aufs Blech.
Backpapier drunter, Blech rein, Ofen vorgeheizt auf 180 °C. - Backzeit: 18–20 Minuten.
Wenn sie goldbraun duften und leicht gebräunt sind, raus damit! (Nicht überbacken – sie sollen saftig bleiben!)
Abkühlen lassen und verzieren.
Jetzt kommt der spaßige Teil: Entweder mit Schokoguss (dunkel & sexy) oder Dattelsüße-Glasur (hell & süß, aber natürlich).
Ich bin Team Schokolade. Und du? 😏
Warum das Ganze „gesund“ ist – und nicht nur nett klingt
Hier reden wir nicht über grüne Smoothies, sondern über echten Genuss. Trotzdem:
Diese Lebkuchen sind ein kleines Nährstoffpaket.
- Mandeln & Haselnüsse liefern gesunde Fette, Eiweiß und Mineralstoffe.
- Dattelsüße punktet mit Ballaststoffen und Mikronährstoffen – kein Vergleich zu weißem Zucker.
- Zimt & Nelken bringen nicht nur Weihnachtsstimmung, sondern regen auch den Stoffwechsel an.
- Kein Mehl, kein Gluten: perfekt für sensible Mägen oder einfach als Abwechslung zur Alltagskost.
FUN-Fakt des Tages:
👉 Schon im Mittelalter waren Lebkuchen ein „Gesundheitsgebäck“ – mit Heilkräutern, Honig und Mandeln. Zucker war damals Luxus. Wir backen also eigentlich wie früher – nur moderner und smarter.
So gelingen sie immer (auch wenn du kein Backprofi bist)
- Teig zu klebrig? → Stell ihn 15 Minuten kalt. Dann lässt er sich besser formen.
- Kein Orangeat-Fan? → Ersetz es durch gehackte Datteln oder getrocknete Aprikosen.
- Keine Lust auf Oblaten? → Back sie direkt auf dem Papier. Sie werden etwas flacher, aber super knusprig.
- Schokoguss zu dick? → 1 TL Kokosöl dazuschmelzen – ergibt den perfekten Glanz!
Und der beste Tipp:
Mach gleich die doppelte Menge. Ich schwöre, du wirst dich sonst am nächsten Tag ärgern.
Kleine Weihnachtszauber-Momente
Ich backe meine Lebkuchen meistens abends, mit einer Tasse Tee oder einem Glas Rotwein (Team Balance 😄).
Während der Ofen arbeitet, duftet die ganze Wohnung nach Zimt und gerösteten Nüssen. Und plötzlich – zack! – ist dieser Alltagsstress weg.
Einmal tief durchatmen, kurz den Timer hören, Bleche rausholen, und du hast kleine goldbraune Wunder vor dir liegen.
So einfach kann gesunder Genuss sein.
Q&A – die häufigsten Fragen rund um glutenfreie Lebkuchen
- Kann ich die Dattelsüße ersetzen?
Ja! Du kannst auch Kokosblütenzucker oder Ahornsirup nehmen – achte nur darauf, dass der Teig dann etwas weicher wird. - Wie lange halten die Lebkuchen?
In einer Dose locker zwei Wochen – theoretisch. Praktisch sind sie meist nach drei Tagen weg. - Werden sie mit der Zeit besser?
Oh ja! Nach zwei Tagen werden sie wunderbar weich und aromatisch. Am besten zwischen Butterbrotpapier schichten. - Geht das Rezept auch ohne Orangeat und Zitronat?
Klar! Dann schmecken sie etwas nussiger. Ich ersetze das manchmal durch getrocknete Cranberries oder Feigen – herrlich!
5. Wie kann ich sie verschenken?
In einem Glas mit Schleife, oder in Butterbrotpapier gewickelt mit einem Zweig Rosmarin – sieht rustikal aus und riecht nach Weihnachten.
Fazit
Wenn du dachtest, „Einfache Gerichte gesund“ heißt nur Salat und Quinoa, dann hast du jetzt das Gegenbeispiel gebacken.
Diese glutenfreien Lebkuchen sind:
- schnell gemacht,
- voller Nährstoffe,
- und trotzdem kleine süße Seelenstreichler.
Also: hol dir die Dattelsüße, schnapp dir ’ne Schüssel, und back dir dein Weihnachtsglück. Kein Drama, kein Zuckercrash – nur Genuss pur.
Und falls du magst, probier beim nächsten Mal meine glutenfreien Schokoli oder die Vanillekränze – beide gehören in meine „gesunde Weihnachtsbäckerei Deluxe“.
P.S.:
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Und sag mir unten in den Kommentaren: Team Schokoguss oder Team Zuckerglasur?





