Kennst du diese Rezepte, die wie ein kleiner Zeitreise-Knopf funktionieren?
Du riechst nur ein bestimmtes Aroma und zack, bist du wieder zehn Jahre alt, stehst auf einem Schemel in der Küche und hoffst, dass jemand sagt: „Hier, schleck mal den Teigschaber ab.“

Exakt so geht’s mir jedes Jahr, wenn ich die Luisenkekse meiner Mama backe.
Ein Rezept, das so simpel wie genial ist.
So unscheinbar wie ein gemütlicher Pulli, der aber jeden Winter zum heimlichen Lieblingsstück wird.
Und so schnell gemacht, dass man es fast nicht glauben will.

👉 Und ja, obwohl es Plätzchen sind, passen sie perfekt in die Kategorie „Einfache Gerichte gesund“, weil wir – kleiner Trommelwirbel – den Zucker durch Dattelsüße ersetzen. Du naschst also smarter, nicht weniger. (Denn Hand aufs Herz: Weniger essen klappt an Weihnachten ja eh nie.)

Bevor wir in die Vollversion springen:
Das Rezept stammt original aus Mamas handgeschriebenem Notizbuch.
Ich hab dir sogar ein Foto mitgebracht (ja, das leicht bekrümelte – Authentizität, Baby!).
Ich liebe es so sehr, dass es inzwischen zu meinen fixen Klassikern gehört – genau wie Schokolis, glutenfreie Lebkuchen und Nougatstangen.

Willkommen also im dritten Advents-Backkapitel unserer kleinen Weihnachtsserie.
Heute wird’s nussig, schokoladig, gefüllt und… ach komm, wir gehen rein:

Die Magie der Luisenkekse, oder: Warum einfache Rezepte oft die besten sind

Es gibt Kuchenrezepte, bei denen du erstmal eine Liste von 27 Zutaten brauchst, die klingen wie chemische Formeln.
Und dann gibt es Luisenkekse:

15 Minuten Teig, 10 Minuten backen, fertig.
Das ist Backen für Leute, die eigentlich keine Zeit haben, aber trotzdem glänzen wollen. Also… für uns.

Luisenkekse

Ein kleiner Blick in Mamas Notizbuch

 Als ich das Rezept neulich nochmal in Mamas altem Büchlein gefunden habe, musste ich kurz schmunzeln.
Die Mengenangaben? Halb verblasst. Der Kakao-Fleck von damals?

Und ich so: Challenge accepted.

Hier also die saubere (nicht unbedingt ordentliche, aber funktionierende) Übertragung:

Zutaten (für ca. 40-50 Luisenkekse)

  • 225 g Butter, weich
  • 100 g Puderzucker oder 80 g Dattelsüße (Affiliate-Tipp: Ich nutze diese → Dattelsüße, die sich super löst und nicht klumpt)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 Eigelb
  • 2 Messerspitzen Zimt
  • 200 g Mehl
  • 40 g Kakao
  • 1 gestr. TL Backpulver
  • 125 g gemahlene Nüsse
  • Hagelzucker oder ganz normaler Zucker (zum Verzieren) 

Step-by-Step: Wie du Luisenkekse machst, ohne Stress, ohne Drama, einfach lecker

1. Butter + Süße = Dream Team

Butter schön weich, Puderzucker bzw. Dattelsüße rein, schaumig schlagen. Das ist der Moment, in dem du weißt: „Jetzt wird’s ernst.“

2. Eigelb und Vanille rein

Gut unterrühren. Der Teig duftet jetzt schon ein bisschen wie die Vorfreude auf Weihnachten.

3. Trockene Zutaten zusammenführen

Mehl, Kakao, Backpulver, Zimt, Nüsse, alles in eine Schüssel und einmal umrühren.
Je dunkler der Kakao, desto intensiver wird später der Geschmack.

Kleine Nerd-Info:
FUN-Fakt Nr. 1: Kakao enthält Magnesium. Theoretisch also gesund. Praktisch: Weihnachten gewinnt immer.
4. Teig zusammenführen

Trockene Mischung zur Buttermasse geben und sanft unterrühren.
Dann einmal durchkneten.
Ja, es wird klebrig. Ja, das gehört so. 

5. Rollen formen 

Etwa 3-4 cm Rollen formen und diese am Ende durch den ausgestreuten Zucker rollen. In Frischhaltefolie wickeln und ab in den Kühlschrank, für etwa eine Stunde, aber wie immer länger geht natürlich – hält die Kekse beim Backen in Form. 

Ich weiß, niemand wird den Durchmesser genau messen, aber falls du’s tust, fühl dich kurz wie ein Profi.

6. In Scheiben schneiden 

… in etwa 6-8 mm Scheiben schneiden und ab aufs mit Backpapier ausgelegte Blech und … 

7. Backen

7–10 Minuten bei 175°C.

Auf einem Gitter abkühlen lassen und ab in die Keksdose, aber bloss nicht vergessen zu probieren 😉 

Wie passen Luisenkekse zu „Einfache Gerichte gesund“?

Haha, ja – ich hab mich das auch gefragt.
Aber dann fiel’s mir wie das Mehl über die Schüssel:

👉 Weil wir smarter süßen.
👉 Weil wir mit Nüssen backen.
👉 Weil wir Portionen selber bestimmen.
👉 Weil Genuss auch gesund ist.

Und ganz ehrlich:
Wer weniger Industriezucker isst, dafür aber besser genießt, macht schon alles richtig.

Meine persönliche Luisenkeks-Story

Ich weiß noch, wie ich als Kind in der Adventszeit im Wohnzimmer saß, während Mama in der Küche das Handrührgerät angeworfen hat. Dieses monotone brrrrrrr war für mich das Zeichen: Es geht los. Und irgendwann kam sie rein mit einem Teller voller frischer Luisenkekse. Noch warm.
Noch ganz leicht weich, und der Zucker hat im Licht geglitzert … 

Und dann sagt sie: „Ina, nur einen.“ Haha. Ja. Genau. Ich hab natürlich drei gegessen, sie hat’s gesehen und es ignoriert.
Weihnachten ist schließlich nur einmal im Jahr.

Heute, viele Jahre später, backe ich diese Kekse selbst und fühle mich jedes Mal ein bisschen wie die Mini-Version von damals.

Mini-Check: sind Luisenkekse einfach?

  • Teig in unter 15 Minuten? ✔
  • Entspannte Kühlschrankpause? ✔
  • Wenige Zutaten? ✔
  • Gelingsicher? ✔
  • Macht glücklich? ✔✔✔

Wenn’s ein Rezept gibt, das wirklich in die Kategorie
„Einfache Gerichte gesund – aber weihnachtlich“ fällt, dann dieses.

Wie du Luisenkekse gesundheitsbewusster pimpen kannst

Für alle, die denken: „Geht da noch was?“
Ja! Und zwar:

1. Dattelsüße statt Zucker

Hast du schon? Perfekt. Hast du noch nicht? Ich mag die von Dattelmann 

2. Dunkle Schoki ab 70%

Mehr Kakao, weniger Zucker. und die von Callebaut ist super, und … schon vortemperiert

3. Mandeln statt Haselnüssen

Mandeln = sättigender, mehr Nährstoffe.

4. Teilweise Vollkornmehl

Ein Hauch Ballaststoffe. Du schmeckst’s kaum.

Q&A – Die häufigsten Fragen zu Luisenkeksen

1. Kann ich den Teig vorbereiten?

Ja! Bis zu 48 Stunden vorher.
Gut einwickeln, kalt lagern, ab und zu lächeln.

2. Werden Luisenkekse hart?

Nur, wenn du sie zu lange bäckst.
Sonst bleiben sie schön mürbe.

3. Sind Luisenkekse einfrierbar?

Würde ich nicht machen, aber der Teig sollte problemlos eingefroren werden können.

4. Kann man sie glutenfrei machen?

Ja. Einfach glutenfreies Universalmehl nehmen und am besten über Nacht kühlen.
Klappt 1:1.

Fazit: Luisenkekse gehören in jedes Weihnachtsrepertoire

Wenn ein Rezept dich lächeln lässt, weil es so einfach ist…
Wenn es deine Küche nach Kindheit duften lässt…
Wenn es anderen Menschen ein „Oooooh wie lecker!“ entlockt…

… dann weißt du:
Das gehört zu dir.

Luisenkekse sind genau solche Plätzchen. Sie sind unkompliziert, schnell, nussig-schokoladig, herrlich gefüllt und einfach… ❤️

Also: Back dir ein Blech.
Oder zwei.
Oder drei.


Und jetzt entschuldige mich – ich glaub, ich muss noch eine Charge machen. (Weil „nur einen“ glaubt mir eh keiner.)

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