Nougatstangen wie von Mama, nur gesünder… also fast
Kennst du diesen einen Moment, in dem du etwas probierst und denkst: „Verdammt, warum hat mir niemand früher gesagt, dass das SO gut ist?“ So ging es mir mit Nougatstangen.
Nicht Zimtsterne. Nicht Vanillekipferl. Nougatstangen.
Die Plätzchen, die irgendwie keiner auf dem Zettel hat, bis sie plötzlich vor dir stehen und dein Gehirn kurz aussetzt. Das war bei mir vor ziemlich vielen Jahren, als ich bei meiner Mutter in der Küche stand, sie ihre legendäre Blech-Rotation einläutete und mir einen dieser Nougat-Balken in die Hand drückte. Warme Butter, Kakao, Nüsse und dann diese cremige Schokofüllung… ich war kurz nicht ansprechbar.
Natürlich wollte ich das Rezept haben. Natürlich bekam ich die Antwort: „Alles im Kopf.“
Na danke auch.
Also habe ich angefangen mit den Gramm Angaben Mama’s zu tüfteln und irgendwann ist dieser kleine Schatz in meinem Notizbuch gelandet. Und jetzt kommt der Twist: Inzwischen habe ich den Zucker durch Dattelsüße ersetzt. Nicht weil ich brav sein wollte, sondern weil mir die Packung Puderzucker mal wieder ins Gesicht lachte mit dem letzten Esslöffel Inhalt. Klassiker.
Und was soll ich sagen?
Es schmeckt sogar besser.
Also schnapp dir eine Schüssel. Wir backen Nougatstangen: gesund(er), einfach und trotzdem sündhaft lecker.
Nougatstangen – das Grundrezept in einfach & lecker
Zutaten für den Teig
- 225 g Butter, weich
- 100 g Dattelsüße (fein gemahlen, damit sie wie Puderzucker funktioniert – gibt’s inzwischen überall, mein Favorit hängt unten verlinkt)
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 3 Eigelb
- 2 Messerspitzen Zimt
- 200 g Mehl
- 40 g Kakao
- 1 gestrichener TL Backpulver
- 125 g gemahlene Nüsse (Haselnüsse, aber auch Mandeln & Walnüsse – nimm die, wenn du keine Haselnüsse da hast)
Füllung
- Eine Schicht Nuss-Nougat-Creme.
(Geht übrigens auch mit selbst gemachter Haselnusscreme, aber hey, Weihnachten ist keine Diät.)
Guss
- Dunkle Schokolade, geschmolzen
Backofen
- 175 °C
- 7–10 Minuten
Du schiebst 3–4 Bleche durch, also stell schon mal den Timer auf Wiederholung.
Schritt für Schritt – so gelingen deine Nougatstangen mit Dattelsüße
Ich sag’s dir direkt: Das ist kein kompliziertes Rezept. Eher so ein: „Wenn du Teig kneten kannst, schaffst du das hier auch.“
1. Butter + Dattelsüße = beste Freunde
Gib die weiche Butter in eine Schüssel und rühre die Dattelsüße fein ein.
Ich nutze dafür meinen kleinen Handmixer, der schon alles mit mir durchgemacht hat. Wenn deiner beim Einschalten klingt wie ein startender Fiat Panda: normal.
2. Eigelb, Vanillezucker, Zimt
Rein damit. Kurz weiterrühren.
Der Teig wird jetzt schon so gut riechen, dass du kurz überlegst, ob du ihn roh essen willst. Tu’s nicht. Der Kakao kommt erst noch.
3. Mehl, Backpulver, Kakao
Ab in die Schüssel damit.
Nebenbei ein kurzer WTF-Fakt zum Dranbleiben:
FUN-Fakt: Kakao enthält mehr Antioxidantien als Blaubeeren. Ja, wirklich. Also iss ruhig zwei Plätzchen. Für die Gesundheit.
4. Nüsse dazu
Das gibt Struktur, Biss und diesen leckeren, leicht nussigen Unterton. Ich nehme gerne Haselnüsse, weil sie im Zusammenspiel mit der Füllung das volle Nutella-Orchester spielen.
5. Teig kneten + kurze Pause
Knete alles kurz von Hand durch.
Wenn er zu bröselig ist: ein Hauch Milch.
Wenn er zu klebrig ist: ein Hauch Mehl.
Dann ab damit in den Kühlschrank für mindestens 20 Minuten. Das ist allerdings auch ein Teig, der gut vorbereitet werden kann und im Kühlschrank Ruhe genießt 😉
6. Stangen formen
Roll kleine Teigstränge, etwa so dick wie ein Bleistift. Schneide sie in 4–5 cm lange Stücke.
Falls dir das zu filigran ist:
Mach die Stangen einfach dicker.
Ich sag’s niemandem. Wirklich.
Alternativ: und ich geb’s zu, wir backen die wirklich auch gern zweimal in der Weihnachtszeit und da unser Repertoire immer größer geworden ist über die Jahre, habe ich auch in den Plätzchenaufsatz von KitchenAid investiert und nun geht das Stangenformen und aufs Blech setzen, praktisch so ein bissl professionell.
7. Ab aufs Blech + Backen
175 °C. 7–10 Minuten.
Die Stangen sollen stabil sein, aber nicht trocken und steinhart.
Sie härten beim Abkühlen nach.
8. Füllen wie ein Profi
Sobald die Stangen abgekühlt sind, setzt du sie paarweise zusammen – mit Nougatcreme in der Mitte. Wie kleine Schoko-Sandwiches. Glaub mir, das wird fancy aussehen.
9. Schokoguss tunken
Einmal Schokolade schmelzen, die Stangenenden eintunken und sie dann ganz vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Wenn Druckstellen vermeiden willst, dann leg sie auf Chopsticks.
Lufttrocknen lassen.
Widerstehen. Oder auch nicht ;-).
Warum Nougatstangen perfekt in „Einfache Gerichte Gesund“ passen
Du denkst jetzt vielleicht: „Ina, das ist ein Plätzchen. Willst du mich veräppeln?“ Nope.
Denn:
✔ Dattelsüße statt Zucker
Mehr Mineralstoffe, weniger Achterbahn im Blutzucker, trotzdem süß.
✔ Nüsse = gesunde Fette
Und ordentlich Geschmack.
✔ Kakao = Happy Booster
Dafür liebe ich ihn.
✔ Kleine Portionen, großes Glück
Einfach genießen, ohne schlechtes Gewissen.
Balance rules.
Mini-Story: Die verschwundenen Nougatstangen
Ich muss dir das erzählen. Ich backte eine große Ladung für Freundinnen, die später vorbeikommen wollten. Legte alles auf den großen Plätzchenteller und stellte sie auf den Tisch.
Eine Stunde später… der Teller sieht aber leer aus. Kein Besuch da. Nur unsere Hauselfin im Wohnzimmer, die so unschuldig aussah und gar keine Schokolade in den Mundwinkel hatte … herrlich, ‚wollte doch nur probieren, sind echt lecker. 😉
Seitdem verstecke ich ein Blech.
Es nennt sich Selbstfürsorge und ich empfehle es weiter.
Meine kleinen Helferlein (Affiliate – aber echte Favoriten)
Ich nehme wirklich nur Dinge in meine Küche, die mich nicht nerven:
- Dattelsüße in Fein – klumpt nicht, süßt perfekt
- Dunkler, aromatischer Kakao – macht die Stangen intensiv
- Backmatten statt Backpapier – nachhaltig, rutschfest
- Silikonspatel-Set – ich sag’s dir, ohne das geht bei mir nichts
Einfach angewendet, null Stress, maximaler Genuss.
FAQ - Die häufigsten Fragen
1. Kann ich das Ganze glutenfrei machen?
Ja! Reismehl oder glutenfreie Mehlmischung – klappt super.
2. Wie lange halten Nougatstangen?
Bis zu 2 Wochen in einer Dose.
Wenn du ein gutes Versteck hast.
3. Welche Nüsse eignen sich am besten?
Haselnüsse, wenn du den vollen Nougat-Effekt willst. Mandeln für mildere Varianten.
4. Kann ich die Dattelsüße 1:1 ersetzen?
Ja! In diesem Rezept funktioniert’s perfekt.
5. Kann ich die Stangen dicker machen?
Absolut. Deine Küche, deine Regeln.
Fazit: Diese Nougatstangen ziehen in deine Weihnachtsroutine ein
Wenn du einfache gesunde Gerichte liebst – oder gesunde Rezepte, die trotzdem nach „OMG gib mir noch eins“ schmecken – dann mach diese Nougatstangen.
Sie sind schnell gemacht. Sie schmecken unfassbar gut.
Sie gehören jetzt offiziell zu deiner Weihnachtsbäckerei.
Und du wirst sie öfter backen, als du zugeben willst.
Zeig mir unbedingt deine Version!
Schreib mir oder markiere mich – ich feier das jedes Mal
Bis bald in der Küche… das glaubt mir keiner.
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