Shortbread mit Dinkelmehl & Dattelsüße ... wenn der Überraschungsbesuch plötzlich vor der Tür steht
Es war einer dieser Sonntage. Du sitzt gemütlich im bequemen Outfit auf der Couch, die Haare so noch immer nicht “gestylt”, und denkst darüber nach, ob du dich heute noch von der Decke lösen willst. Dann – ping! – eine Nachricht: „Wir sind gleich in der Nähe, dachten, wir schauen spontan auf einen Kaffee vorbei!“
Mein erster Gedanke: Klar, kommt vorbei!
Doch gleich danach, mein zweiter Gedanke: Mist. Ich hab nichts da … außer Dinkelmehl, Butter und meinem neuen Retter: Dattelsüße.
Und genau da beginnt die Geschichte meines „Überraschungsbesuch-Shortbreads“.
Die Kunst, cool zu bleiben, wenn’s an der Tür klingelt
Ich weiß nicht, wie’s dir geht, aber ich neige in solchen Momenten zu leichtem Drama. Ich öffne den Kühlschrank, als wäre es eine Netflix-Serie mit ungewissem Ausgang: „Was versteckt sich wohl in Staffel 5, Fach 3?“
Ergebnis: Butter, die so weich ist, dass sie dringend ein Zuhause im Teig sucht. Im Schrank finde ich außerdem Dinkelmehl, das ich immer häufiger als Alternative zum Weizenmehl verwenden („für gesunde Rezepte, immer öfter…“). Und Dattelsüße, weil ich Zucker ja eigentlich meiden will.
Tja, und da fiel mir dieses britische Klassiker-Rezept ein, Shortbread! Drei Zutaten, keine große Wissenschaft, aber sooo viel Butterglück. Nur diesmal eben in der Gesund-genießen-Edition.
Shortbread: britischer Klassiker trifft gesunden Twist
Shortbread ist im Prinzip das Sinnbild für Einfachheit: Butter, Zucker, Mehl und … fertig.
Oder, wie ich es nenne: „Der Notfall-Keks für alle, die keine Lust auf Drama im Ofen haben.“
Aber du kennst mich: Ich kann nicht einfach ein Rezept nehmen, ich muss es anpassen. Deshalb kam diesmal Dinkelmehl ins Spiel (weil’s nussiger schmeckt und einfach besser verdaulich ist) und statt Zucker habe ich Dattelsüße probiert. Das Ergebnis?
Ein buttriger, leicht karamelliger Geschmack mit einem Hauch von „Ich bin eigentlich ganz vernünftig, ehrlich!“.
Das Rezept: Einfache Gerichte gesund, heute: Shortbread mit Dinkel & Dattelsüße
Zutaten (für etwa 20 Stück)
- 125 g weiche Butter
- 55 g Dattelsüße (oder 2 EL, wenn du’s nicht so süß magst)
- 180 g Dinkelmehl (am besten Typ 630 aber auch Typ 1050 funktioniert)
- Optional: ein Hauch Vanille oder Orangenschale für die fancy Variante
👉 Tipp: Wenn du magst, kannst du kleine Schokostückchen oder gehackte Nüsse unterheben, dann nennen wir’s einfach „Shortbread mit Charakter“.
Zubereitung
- Ofen vorheizen auf 190 °C Ober-/Unterhitze (oder 170 °C Umluft).
- Butter & Dattelsüße cremig rühren – am besten mit einer Küchenmaschine (ich schwöre auf diese hier – spart Nerven und Muskelkraft).
- Dinkelmehl dazugeben, kurz verrühren und dann mit den Händen zu einem glatten Teig kneten.
- Teig auf einer leicht bemehlten Fläche etwa 1 cm dick ausrollen – ein Nudelholz ist hier Gold wert, z. B. dieses aus Holz, das ewig hält.
- Mit einem Messer oder Förmchen in Stücke schneiden, aufs Backpapier legen (nachhaltiges Backpapier, das man wiederverwenden kann – echte Küchenrettung!).
- Mit etwas Dattelsüße oder Kokosblütenzucker bestreuen und 20 Minuten kühlen.
- Im Ofen 15–20 Minuten backen, bis sie leicht goldbraun sind.
Danach abkühlen lassen, wenn du’s schaffst. (Ich nicht. Ich verbrenne mir jedes Mal den Mund, weil Geduld offenbar nicht zu meinen Tugenden gehört.)
Gesund oder Genuss? Warum nicht beides.
Klar, Shortbread ist kein Salat. Aber gesund ist ja nicht immer gleich kalorienarm, oder?
Für mich heißt „einfache Gerichte gesund“: Dinge, die schnell gehen, keine 20 Zutaten brauchen und mich nicht mit schlechtem Gewissen zurücklassen.
Dinkelmehl liefert mehr Ballaststoffe als normales Weizenmehl, und Dattelsüße hat – anders als Zucker – noch Mineralstoffe und einen leicht karamelligen Geschmack.
Das heißt: gleicher Genuss, weniger Blutzuckerachterbahn. 🎢
Und mal ehrlich: Wenn’s um Soulfood geht, gewinnt Shortbread sowieso jedes Mal.
Kleines Küchenchaos, große Wirkung
Während der Teig im Ofen war, hab ich in Windeseile die Kaffeemaschine angeschmissen (natürlich mit Kaffeebohnen aus meinem Lieblingsvollautomaten echter lifesaver!). Der Besuch kam, ich tat völlig unbeeindruckt: „Oh, Shortbread? Ach, das hab ich grad schnell mal gemacht.“
(Insider: Ich hatte noch Mehl am T-Shirt und sah aus wie Mary Poppins’ etwas übermüdete Cousine.)
Aber als die ersten Bissen probiert wurden, kam das große „Wow“. Und das Beste: Niemand hat bemerkt, dass ich den Zucker ersetzt habe, und es gab ein noch größeres „Wow“ gleich hinterher.
Fun-Fakt des Tages:
Shortbread war ursprünglich (16tes Jahrhundert) ein Luxusgebäck. Im Mittelalter gab’s das nur zu Hochzeiten oder Festen, da Butter damals super teuer war. Also, wenn du das nächste Mal spontan backst, fühl dich ruhig ein bisschen königlich. 👑
Shortbread-Variationen für Genießer
Wenn du das Grundrezept einmal draufhast (und glaub mir, das geht schnell), kannst du spielen:
- Mit Zimt & Vanille: Perfekt für Herbst und Winter
- Mit Zitronenschale: Frischer, leichter Geschmack.
- Mit dunkler Schokolade: Wenn’s mal richtig dekadent sein darf.
- Mit Rosmarin & Meersalz: Ja, ernsthaft! Herzhaftes Shortbread ist ein Gamechanger.
Warum ich Shortbread liebe (und du auch wirst)
Weil es einfach ist.
Weil es gelingt, selbst wenn du keine Lust auf „Feenstaub und 7 Schüsseln“ hast… und weil du in 40 Minuten etwas auf dem Tisch hast, das nach „Ich hab alles im Griff“ schmeckt und zwar auch wenn du heimlich nur improvisiert hast. 😏
Q&A – häufige Fragen rund ums Shortbread
- Kann ich das Shortbread ohne Butter machen?
Technisch: ja, aber schwierig. Geschmacklich: warum? 😂
Wenn du magst, kannst du Kokosöl oder vegane Margarine nutzen, aber das klassische Aroma kommt von Butter. - Wie lange hält sich Shortbread?
In einer Blechdose locker 2 Wochen; theoretisch. Praktisch? Keine Ahnung. Bei mir ist’s nach 3 Tagen weg. - Funktioniert das auch mit Vollkorn-Dinkelmehl?
Ja, aber der Geschmack wird etwas kräftiger, fast nussig. Ich mag das – und es ist noch ballaststoffreicher! - Dattelsüße, was ist das eigentlich genau?
Gemahlene, getrocknete Datteln. Keine Magie, keine Chemie. Du bekommst sie z. B. hier in Bioqualität oder kannst sie sogar selbst machen (Datteln trocknen, mixen, fertig). - Kann ich den Teig vorbereiten und einfrieren?
Absolut. Rolle den Teig einfach zu einer Platte, leg Backpapier dazwischen und friere ihn ein. Beim nächsten Überraschungsbesuch einfach direkt in den Ofen – und so tun, als wärst du organisiert.
Wenn ich eines gelernt hab: „Einfache Gerichte gesund“ heißt nicht, dass du jeden Tag Gemüsesuppe löffeln musst. Es heißt, du darfst genießen und zwar bewusst, mit echten Zutaten und ohne Industriezucker-Wahnsinn.
Dieses Shortbread ist dafür das beste Beispiel:
Ein bisschen Butter (für die Seele), Dinkelmehl (für die Vernunft), Dattelsüße (für den Balanceakt).
Und das Ganze in etwa 40 Minuten.
Also: Lass dich nicht vom spontanen Besuch stressen. Leg Butter bereit, atme tief durch, misch den Teig und genieß deinen kleinen britischen Moment mit Dinkel und Datteln.
Und wenn du magst, schreib mir unten in die Kommentare:
👉 Hast du dein Shortbread schon ausprobiert? Welche Variante war dein Favorit – klassisch, mit Zimt oder ganz verrückt mit Rosmarin?
Ich bin gespannt und backe derweil schon mal die nächste Runde. 😄
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