Nach Stunden im Ofen braucht selbst das beste Lamm etwas Helles daneben.
Etwas Kühles. Etwas, das nicht konkurriert, sondern balanciert.
Joghurt war bei uns nie nur eine Zutat. Er war Ausgleich. Wenn etwas kräftig war, kam etwas Frisches dazu. Wenn etwas warm war, kam etwas Kühles daneben.
Und genau das machen diese beiden Dips. Der eine vertraut. Der andere etwas wärmer gedacht.
1. Klassischer Kräuter-Joghurt
Frisch, grün, unkompliziert.
Zutaten
- 250 g griechischer Joghurt (10 %)
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL weißer Balsamico (oder Zitronensaft)
- 1 kleine Knoblauchzehe, sehr fein gerieben
- Salz & Pfeffer
Frische Kräuter (nach Saison):
- Schnittlauch
- Petersilie
- etwas Dill oder Kerbel
Zubereitung
Joghurt glatt rühren. Olivenöl und Essig unterrühren. Knoblauch dazu, Kräuter hacken und unterziehen.
Mindestens 30 Minuten ziehen lassen.
Er passt zu:
- Kleftiko
- Quiche
- Ofengemüse
- Brot
… und schmeckt nach Frühling & bringt Ruhe auf den Teller.
2. Joghurt-Dip mit Kreuzkümmel
Etwas wärmer. Etwas tiefer. Nicht scharf – nur rund.
Zutaten
- 250 g griechischer Joghurt (10 %)
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
- ½ TL Pul Biber (wenn du Schärfe magst, kein muss)
- ½ TL granulierten Knoblauch
Zubereitung
Joghurt mit dem Öl und dem Kreuzkümmel vermischen. Natürlich auch mit den anderen Zutaten wenn du die verwendest 😉
Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.
Dieser Dip passt besonders gut:
- zum Lamm
- zu Kartoffeln
- zu geröstetem Brot
Er verbindet kräftige Aromen.
Und damit ist der Tisch vollständig
Muffins, die am Samstag gebacken wurden.
Quiche mit Teig, der ruhen durfte.
Ein Salat, der zeigt, was Anfang Frühling wirklich kann.
Ein Eiersalat, der leichter gedacht ist.
Eine Suppe mit Eierstich – Erinnerung im Topf.
Ein Lammgericht, das Zeit gebraucht hat.
Und zwei Dips, die alles zusammenführen.
Nichts daran ist improvisiert.
Nichts daran ist überladen.
Alles wurde vorher entschieden. Vielleicht ist das der eigentliche Luxus an Ostern: Nicht möglichst viel auf dem Tisch zu haben. Sondern genau das Richtige. Zeit ist die wichtigste Zutat. Und die lässt sich mit diesem Brunch echt gut planen.