Wenn der Frühling noch vorsichtig ist: ein bunter Salat für den Osterbrunch
Anfang April ist meistens noch kein üppiger Monat in unseren Regionen. Die Märkte sind noch nicht voll. Die Erdbeeren, die nach Erdbeeren schmecken noch weit weg.
Und genau das mag ich.
Der Frühling beginnt nicht mit Überfluss, sondern mit den ersten klaren Farben.
Radieschen.
Junge, sehr zarte Blattsalate.
Frische Kräuter.
Vielleicht die ersten zarten Möhren.
Mehr braucht es nicht.
Dieser Salat entsteht nicht aus Exotik, sondern aus dem, was hier gerade wächst. Regional, saisonal, ohne lange Wege.
Er soll nicht beeindrucken. Er soll den Tisch öffnen. Zwischen Quiche und Muffins bringt er Frische, Leichtigkeit und dieses leise Gefühl: Es wird wieder heller.
Warum saisonal gerade jetzt Sinn macht
Anfang Frühling bedeutet:
- Lagergemüse neigt sich dem Ende zu
- zarte Blattsalate beginnen
- Radieschen haben Saison
- Kräuter kommen zurück
Das ist keine Einschränkung. Das ist Orientierung. Wenn ich saisonal koche, muss ich weniger entscheiden. Ich nehme das, was da ist. Und genau das macht diesen Salat so unkompliziert.
Rezept: Bunter Frühlingssalat mit Kräuterdressing
Zutaten
Für den Salat
- 2 Hände junger Blattsalat (z. B. Pflücksalat, Rucola oder Feldsalat)
- 1 Bund Radieschen
- 2 kleine Möhren
- 1 kleine Gurke (regional, wenn verfügbar)
- 1 Frühlingszwiebel
- eine Handvoll frische Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, ggf. Dill)
Optional:
- geröstete Sonnenblumenkerne oder Walnüsse
- ein paar Spargelspitzen (roh gehobelt), ganz dünn – hast du vielleicht noch von der Quiche
Für das Dressing
- 3 EL Olivenöl
- 1 EL Apfelessig oder milder Weißweinessig
- 1 Zehe Knoblauch (frisch gepresst oder gerieben)
- 1 TL Senf
- Salz & Pfeffer
- 1 TL Honig oder Dattelsirup, Ahornsirup geht auch prima
Zubereitung
Blattsalat waschen und gut trocknen.
Radieschen in feine Scheiben schneiden.
Möhren grob raspeln oder in feine Streifen hobeln.
Gurke halbieren und in Scheiben schneiden.
Frühlingszwiebel in feine Ringe.
Alles locker mischen – nicht zusammendrücken.
Für das Dressing alle Zutaten verrühren. Erst kurz vor dem Servieren unterheben.
Kräuter grob hacken und darüberstreuen. Optional Kerne oder Nüsse darübergeben.
Am Brunch-Tisch
Dieser Salat steht nicht im Mittelpunkt. Und genau deshalb ist er wichtig. Er bringt Frische zwischen das Gebackene. Er nimmt Schwere raus. Er erinnert daran, dass der Frühling gerade erst beginnt.
Nicht laut. Nicht überladen. Sondern klar und mit ein bisschen Glück, ja auch mit Sonnenschein.
Und vielleicht ist genau das der rote Faden dieses Osterbrunchs: Nicht möglichst viel. Sondern genau richtig.